Juni 2017

Olivier Dantine: Christlich geht anders, weil …

Solidarität mit den Verletzlichen, die Suche nach Gerechtigkeit und ein menschenwürdiges Leben für alle, das Bemühen um Frieden und um Bewahrung der Schöpfung und damit der Grundlage für das Leben der nächsten Generationen, das sind Maßstäbe für die christliche Verantwortung. Eine Politik, die sich auf das christliche Erbe unseres Landes beruft, muss sich daran messen

Erzbischof Lackner und Kath. Aktion Salzburg: Christlich geht anders, weil …

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„In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“, das ist die Frage, die sich die InitiatorInnen – darunter viele Ordensleute – von „Christlich geht anders“ stellen. Derzeit werde in Österreich immer mehr auf dem Rücken von Mindestsicherungs-Beziehern, Flüchtlingen sowie Arbeits- und Obdachlosen Politik gemacht, mit Sündenbock- und Spaltungsmechanismen sowie einer Verrohung der Sprache. Der Franziskaner und Erzbischof

Regina Augustin und Esther Handschin: Christlich geht anders, weil …

… wir uns als Christinnen nicht vereinnahmen lassen. Als ökumenisch engagierte Frauen treten wir ein für eine christliche Vielfalt und damit für die Vielfalt in der Gesellschaft. Christlich geht anders, weil wir als Christinnen das Evangelium im Alltag leben. Dazu gehört die Solidarität mit sozial Benachteiligten, mit Flüchtlingen, mit Armutsgefährdeten, mit Menschen mit Beeinträchtigungen, mit

Michael Willam: Christlich geht anders, weil …

Ich habe mich dieser Kampagne angeschlossen, weil ich der tiefen Überzeugung bin, dass Christsein ohne eine solidarische Haltung gegenüber den Schwachen, gegenüber jenen am Rande der Gesellschaft, gegenüber jenen Menschen, die geflüchtet, gescheitert oder zu kurz gekommen sind im Leben seinen innersten Kern und letztlich seine Legitimation verliert. Menschen, die solidarisch sind, treten füreinander ein

Bert Brandstetter: Christlich geht anders, weil …

Wie geht christlich eigentlich? Früher war alles ganz einfach. Da hat gegolten, was im Katechismus gestanden ist und was der Pfarrer gesagt hat und damit war das Thema erledigt. Dort, wo es sich nicht ausgegangen ist, war der Beichtstuhl der Ort, wo alles wieder ins rechte Lot kam. Die Kirche war für das Leben zuständig.

Sozialstaat und Menschenrechte

Theologin Holztrattner und Wirtschaftsforscher Schulmeister präsentierten neue Initiative „Christlich geht anders“, die solidarische Antworten auf die soziale Frage sucht. Ein klares Bekenntnis zu einem gut ausgebauten Sozialstaat gaben am 20.6.2017 beim ksoe-Frühstück in Kooperation mit den Jesuiten Österreichs in Wien VertreterInnen der Initiative „Christlich geht anders. Solidarische Antworten auf die soziale Frage“ ab. Magdalena Holztrattner,

Franz Helm: Christlich geht anders, weil …

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Ich unterstütze die Initiative „Christlich geht anders“, weil ich für unser Land eine Politik möchte, die die Bezeichnung „christlich“ wirklich verdient. Es geht mir um eine Politik, die einen solidarischen Fokus legt auf Menschen am Rand und Situationen, wo das Leben unter die Räder kommt: Flüchtlinge, sozial Benachteiligte, armutsgefährdete Kinder und Alleinerziehende, Frauen, Klimawandel, Artensterben

Soziale Gerechtigkeit ins Zentrum der Gesellschaft rücken

Diskussionsabend zur Initiative “Christlich geht anders” im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen im “Quo Vadis” in Wien – P. Helm für breiten Diskurs über Inhalte christlicher Politik Wien, 10.06.2017 (KAP) Politik, “die den Namen christlich wirklich verdient”, stand bei der Langen Nacht der Kirchen im Mittelpunkt einer Veranstaltung im Ordenszentrum “Quo Vadis”. Zum Thema

Christian Leonfellner: Christlich geht anders, weil …

Christlich zu sein heißt, sich einzumischen, wenn Menschen unter Druck geraten, wenn ein würdiges, selbstbestimmtes Leben nicht möglich ist. Die Leistungen unseres Sozialstaates ermöglichen allen, schwierige Zeiten zu durchtauchen und verhindern ein unwiderrufliches Unter-die-Räder-kommen. Diesen solidarischen Gedanken eines guten Miteinanders sehe ich aktuell immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Die politische Entscheidung, die Mindestsicherung zu

Martin Schenk: Der autoritäre Pfad

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Der autoritäre Pfad ist ein Lernprogramm aus Ungarn, Polen und auch anderswo. Der erste Schritt besteht darin gegen Minderheiten zu mobilisieren. Das können Flüchtlinge sein, oder Roma, jedenfalls Gruppen, die sich gut eignen zu den „Anderen“ gemacht zu werden. „Othering“ nennt diesen Vorgang die Forschung. Das Böse kommt von außen, das ist die Grundfigur. Im