Franz Helm: Christlich geht anders, weil …

Ich unterstütze die Initiative „Christlich geht anders“, weil ich für unser Land eine Politik möchte, die die Bezeichnung „christlich“ wirklich verdient. Es geht mir um eine Politik, die einen solidarischen Fokus legt auf Menschen am Rand und Situationen, wo das Leben unter die Räder kommt: Flüchtlinge, sozial Benachteiligte, armutsgefährdete Kinder und Alleinerziehende, Frauen, Klimawandel, Artensterben …
Ich finde es wichtig, gegen die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft und das Gegeneinander-Ausspielen von Randgruppen und sozial Schwachen aufzutreten, weil das derzeit zur politischen Unkultur in unserem Land wird, und weil das zutiefst unchristliche Haltungen sind.
Ich wünsche mir eine Politik, die eintritt für Inklusion, für weltweite Gerechtigkeit und Solidarität und für die Bewahrung der Schöpfung. Zugleich bin ich überzeugt: Von einer „Über-Entwicklung“ müssen wir hinfinden zu einem einfacheren Leben. Für eine Zukunft in Frieden und Würde für möglichst alle Menschen braucht es ein WENIGER bei denen, die zu viel haben, eine UMVERTEILUNG von den Profiteuren hin zu den Benachteiligten.
Darüber hinaus ist mir als Geistlicher Assistent der KFBÖ wichtig: Die derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen gehen ganz stark auf Kosten von Frauen, die mehr als Männer vom Prekariat betroffen sind, weniger Beteiligungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten haben, mehr ausgebeutet werden und im Alter weniger Pension bekommen. Unsere Gesellschaft honoriert viel zu wenig die verschiedenen Formen von Carearbeit, wie Kindererziehung und Pflege, die vornehmlich von Frauen geleistet werden. Es braucht eine Politik zur Anerkennung und Förderung der gleichen Rechte, der Beteiligung und der Mitbestimmung von Frauen.
Schließlich ist mir noch wichtig, dass in Anerkennung der Menschenrechte und der gleichen Würde aller Menschen auf der Welt nicht nur von „Hilfe vor Ort“ geredet wird, wenn es um Migrationsströme und Entwicklungszusammenarbeit geht, sondern dass auch entsprechend Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden. Wir brauchen eine Weltwirtschaftsordnung, die nicht zum Nachteil der wirtschaftlichen Entwicklung der ärmsten Länder ist, sondern sie im Gegenteil fördert.
P. Dr. Franz Helm SVD
Generalsekretär der Superiorenkonferenz

Ordensgemeinschaften Österreichs

 

3 Antworten

  1. Gertrude Dober
    Gertrude Dober at |

    Bin einer Meinung mit Pater Franz Helm! Gertrude Dober

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  2. Maria Reichartzeder
    Maria Reichartzeder at |

    Mehr Solidarität mit Schwächeren in unserer Gesellschaft!

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  3. Eva Maria Zurawik
    Eva Maria Zurawik at |

    Bin auch einer Meinung mit Pater Franz Helm!
    Mir ist es ganz persönlich ein Anliegen, dass von uns die wir uns Christen nennen, die Botschaft von Jesus Christus im Alltag glaubwürdig gelebt wird!

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