Christian Felber: Christlich geht anders, weil …

Madrid. 05.06.12. Christian Felber.

Christlich geht anders als chrematistisch und kapitalistisch, weil Geld nicht der Zweck des Wirtschaftens ist, sondern das gemeinsame Wohl aller Menschen und Kreaturen.

Deshalb sollte jede Investition darauf geprüft werden, wie sie sich auf den sozialen Zusammenhalt und eine gerechte Verteilung auswirkt – eine obligatorische „Gemeinwohl-Prüfung“ durch Banken und Börsen könnte das leisten. Unternehmen sollten nicht nur über ihre Mittel bilanzieren müssen, sondern auch über ihr Verhältnis zu Grundwerten wie Solidarität und Gerechtigkeit.

Und soziale Kennzahlen, von der Absicherung aller schwierigen Lebenslagen über die Bereitstellung eines breiten Angebotes an öffentlichen Gütern bis hin zu Steuergerechtigkeit, sollten im „Gemeinwohl-Produkt“ enthalten sein, dass nicht Geld mit Gott verwechselt, sondern es als Instrument für die Mehrung des Gemeinwohls versteht und ihm entsprechende Grenzen und Bedingungen auferlegt.

Christian Felber
Gemeinwohlökonom

www.christian-felber.at

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