Wilhelm Achleitner: Christlich geht anders, weil …

Jesu kurzes Wirken war von solcher Wucht, dass eine Weltreligion daraus entstand. Er konnte allerdings nicht ahnen, zu welchen Verirrungen und Grauslichkeiten seine Initiative immer wieder benutzt werden konnte. Immerhin ist in der Gegenwart das Christentum beinahe von allem Schlimmen gereinigt. Und wir haben mit Franziskus einen Papst, der näher an Jesus ist als alle Vorgänger vor ihm. Er ist für die Kirche ein großes Geschenk.

Jesus war ganz auf Gott bezogen, von ihm erwartete er unmittelbar das Reich Gottes. Jesus hat sich ganz in Gott eingefühlt und alle Wirklichkeit in Gott vereinigt erlebt.

Christen als Freunde Jesu vollziehen mit ihren Möglichkeiten ebenso diese Konzentration auf den das Gesamt der Welt umfangenden Gott. Und daraus folgen genau die sechs Grundsätze der Initiative “Christlichgehtanders”.

Daher halte ich Eure Initiative für ein kirchengeschichtliches Ereignis.

Viele ChristInnen haben bislang ihre Religion als Trost und Stärkung ihres persönlichen Lebens verstanden, es kommt aber darauf an, sie in die soziale und politische Wirklichkeit einzuschreiben und die Welt zu einem guten Leben für alle zu verändern!

Dr. Wilhelm Achleitner
Direktor des Bildungshauses Schloss Puchberg in Wels

www.schlosspuchberg.at

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