Martin Schenk: Warum wir gerade jetzt ein starkes soziales Netz brauchen.

„Der Neid sagt: Du oder ich, aber nie: Wir beide.  Der Grund, einem anderen etwas nicht zu gönnen, ist so stark, dass man selber den Nachteil in Kauf nimmt. Umgekehrt formuliert: Der Neid schadet einem selbst, weil man sich das, was einem nützt, selbst versagt. Der Neid narkotisiert den eigenen Genuss. Die Mindestsicherung ist ein gutes Beispiel. In Niederösterreich und jetzt auch in Oberösterreich wird Asyl als Grund für die Kürzungen vorgeschoben, aber es trifft Alleinerziehende, familienreiche Kinder, pflegende Angehörige und schadet damit allen. Durch den Neid auf die Flüchtlinge vergisst man das. Das ist wie bei Trickdieben: Es braucht immer einen, der mit ablenkt, damit dir der andere die Geldbörse aus der Tasche ziehen kann“.

Hier Link zu gesamtem Interview:

http://www.kirchenzeitung.at/newsdetail/rubrik/der-neid-funktioniert-wie-ein-trickdieb/

 

Martin Schenk ist Sozialexperte der Diakonie, in seinem neuen Buch „Genug gejammert! Warum wir gerade jetzt ein starkes soziales Netz brauchen“
gibt es dazu ein eigenes Kapitel „Gefühle. Von Lebensmitteln, die wir nicht essen können.“ www.genuggejammert.at

Eine Antwort

  1. Kurt Kowatsch
    Kurt Kowatsch at |

    Sehr geehrter Martin Schenk
    Sie wissen das das so nicht ganz stimmt. ich kenne Familien mit 4 Kinder, Vater geht VZ arbeiten Mutter TZ und bis 2018 hatte die Familie mit der selben Anzahl an Personen welche nichts arbeitete ein höheres Einkommen, das hat nichts mit Neid zu tun, es ist einfach ungerecht.

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