März 2019

Werner Freistetter: Solidarität in der kirchlichen Sozialverkündigung

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Im Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium bedauert Papst Franziskus, dass sich das Wort Solidarität heute „ein wenig abgenutzt“ habe und „manchmal falsch interpretiert“ werde. Dabei bedeute es „viel mehr als einige gelegentliche großherzige Taten“ (188). Sie sei die „spontane Reaktion dessen, der die soziale Funktion des Eigentums und die universale Bestimmung der Güter als Wirklichkeiten erkennt,

Margit Appel: Sozialstaat im Umbau

Von sozialen Rechten zur Sozialinvestition? Dieser Beitrag befasst sich mit einem seit den 2010er Jahren in Gang gebrachten Paradigmenwechsel. Soziale Rechte und sozialer Schutz sollen demnach nicht primäre Aufgabe sozialstaatlichen Handelns sein, sondern Investitionen in die BürgerInnen, die sich rechnen.Dass dieses Denken schon die konkrete (Sozial-)Politik und den medialen Diskurs erreicht hat, ist bereits bei

Traude Novy: Geschichtsvergessenheit

Vor kurzem konnte man noch sagen „wehret den Anfängen“ wenn durch Amtsträger demokratische Gepflogenheiten Richtung autoritärem Staat verändert wurden. Über Anfänge scheinen mir aber die derzeitigen Versuche der Regierungsparteien, Menschenrechte und demokratiepolitisches Handeln in Frage zu stellen, weit hinaus zu gehen. Verbale Entgleisungen, wie der Ausspruch, dass das Recht der Politik zu folgen habe, waren