Wir müssen die Debatte über das Grundeinkommen forcieren!

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Unterstützen Sie die Europäische Bürger*innen-Initiative und das Volksbegehren in Österreich!

„Christlich geht anders – solidarische Antworten auf die soziale Frage“ ruft dazu auf, die Europäische Bürger*innen-Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen zu unterschreiben und die Einleitung eines Volksbegehrens in Österreich breit zu unterstützen. Eine öffentliche Debatte über das Grundeinkommen ist dringend nötig. Spätestens jetzt – inmitten von Covid-Pandemie und sozialer und Klimakrise – muss das Thema gesamtgesellschaftlich ernsthaft diskutiert werden. Die politisch Verantwortlichen sollten die Debatte nicht länger scheuen und statt eines ‚Zurück-zum-Davor‘ das Nachdenken über diese soziale Innovation befördern.

Hintergrund ist unser Soziales Manifest für die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen „Die Hoffnung ist kühn“, in dem wir u.a. eine ausreichende existenzielle Absicherung für alle fordern.

Soziale Sicherheit soll nicht länger am Nadelöhr Erwerbsarbeit hängen

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist die politische Debatte wert, weil die Forderung mit der Würde des Menschen begründet werden kann und auf eine echte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft abzielt. Da sehen wir Übereinstimmung mit christlichen Werten. Die meisten Menschen – insbesondere Frauen – sind von sich aus tätig und leisten damit einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Ihre materielle Lage verbessert das ebenso wenig wie die gesellschaftliche Anerkennung dieser Tätigkeiten. Alle Menschen brauchen aber Einkommen.

Dem trägt das Bedingungslose Grundeinkommen Rechnung, indem soziale Sicherheit nicht mehr am Nadelöhr Erwerbsarbeit hängt und der gesellschaftliche Reichtum wieder mehr von oben zur Mitte bzw. nach unten verteilt wird. Für die Diskussion über den Wert von Arbeit und was wir einander an Ressourcen für ein gutes Leben zugestehen, kann das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen sehr hilfreich sein.

Die Folgen der Corona-Pandemie haben Konstruktionsmängel im Sozialsystem noch deutlicher offengelegt als bisher: Ob Arbeiteri*nnen oder Angestellte, ob Kleinunternehmer*innen, Künstler*innen oder Bäuer*innen, trotz umfangreicher Maßnahmen zur Krisenbewältigung seien Menschen tausendfach in die Krise geraten und existenziell bedroht. Wir müssen den Sozialstaat krisenfest machen und weiterentwickeln. Neben einer gut ausgebauten sozial-ökologischen Infrastruktur kann künftig auch ein bedingungsloses Grundeinkommen ein wesentlicher Eckpfeiler sein. Das gilt es nun zu diskutieren!.

Bedingungsloses Grundeinkommen stärkt politische Partizipation

In einer demokratisch verfassten Gesellschaft ist politische Teilhabe ein hohes Gut. Wir haben aber gesehen, dass sich immer mehr Menschen von Wahlen fernhalten, weil sie denken, dass ohnedies nichts in ihrem Sinne entschieden wird. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist auch im Sinne der Demokratie, weil politische Partizipation – weit über das aktive und passive Wahlrecht hinaus – gestärkt würde. Das ist ein weiterer guter Grund, um über ein Bedingungsloses Grundeinkommen zu reden.

Unterstützen auch Sie diese beiden Initiativen:

Volksbegehren „Bedingungsloses Grundeinkommen umsetzen“

Europäische Bürgerinitiative „Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) in der gesamten EU“

6 Comments

  1. Ich freue mich so über eure klaren Worte – wie sehne ich mich danach! Wir Christenmenschen tragen eine besondere Verantwortung – nehmen wir das Göttliche in uns, lassen wir uns inspirieren und seien wir Vorbild und Motor, Wind, und wenn nötig Sturm.

  2. Super dass ihr das Grundeinkommen, das Volksbegehren und die europäischen Bürgerinitiative unterstützt. Je mehr Menschen mitmachen desto besser.
    Gute Information dazu gibt es auch bei der Generation Grundeinkommen.
    Ihr findet da gute Infos auf YouTube oder auf der Webseite des Vereins. http://www.fuereinander.jetzt

  3. Logischerweise entwickelt sich alles weiter, und so muss auch unser Flickenteppich von Sicherheitsnetz neue reißfeste Formen annehmen. Kein Mensch hat es verdient aufgrund unnötiger Bürokratiekriege unter das eh schon zu niedrieg angesetzte Existenzminimum zu fallen. Kein Mensch hat es verdient ausgebeutet, unterdrückt oder stigmatisiert zu werden. Ein echtes BGE wie es zum Beispiel Götz Werner vorschlägt sorgt fortlaufend für mehr miteinander statt gegeneinander.
    Wenn wir uns als gerechte und fortschrittliche Gesellschaft bezeichnen, sollten wir auch entsprechend handeln. An einem garantierten Einkommen für alle führt späterstens jetzt kein Weg mehr vorbei.

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