Philipp Kuhlmann: Christlich geht anders, weil …

Ich habe oft den Eindruck, dass Menschen Ihr Gewissen gegen eine Marktgläubigkeit eingetauscht haben. Der Markt soll alles regeln. Damit ist man die eigene Verantwortung los. Wer Arbeit bekommt, regelt der Arbeitsmarkt. Wer verhungert, regelt der Lebensmittelmarkt.

Christlich geht anders: Der Mensch muss Träger, Schöpfer und Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen sein. In einer christlichen Weltordnung ist die Macht der Märkte dem Gemeinwohl untergeordnet. Arbeit hat Vorrang vor dem Kapital. Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und gute Arbeit sind Leitlinien für die Gesellschaft. Menschenrechte wie Asyl oder das Recht auf Arbeit stehen außer Diskussion. Als Christ bin ich gefordert, das selbst vorzuleben und in die Gesellschaft einzubringen.

Philipp Kuhlmann
Bundesvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer/innen-Bewegung Österreich

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